Wussten Sie, dass Sie unter anderem durch beantworten der “Ich bin kein Roboter”-Captchas online Schattenarbeit für den Google Algorithmus betreiben? Wahrscheinlich nicht, bis Sie den Gastbeitrag von Tobias Looschelders, in „Clutch“ dem Gesellschaftsmagazin für die digitale Welt, gelesen haben.

Der Düsseldorfer Digital-Experte zeigt in seinem Beitrag auf, dass Nutzer nicht nur Google-Diensten – im Austausch für ihre Daten – kostenlos nutzen können, sondern sogar aktiv Google dabei helfen, ihre Services zu verbessern. Diese Form der Hilfe wird Schattenarbeit genannt und findet online statt. Durch sie gelingt es dem Google Algorithmus verdächtige Nutzungsabläufe durch extra dafür programmierte Roboter, die sogenannten “Bots” zu erkennen und sich selbst zu stärken.

Looschelders beschreibt einige Beispiele, wie Google die Nutzer unbemerkt einspannt. So führt er zum Beispiel die Nutzerverifizierung „Ich bin kein Roboter“ an, bei der Nutzer via Schattenarbeit online auf Bildern angeben sollen, welche Bildbereiche Ladenschilder zeigen. Auf diese Weise verbessert Google seine Mustererkennungstechnologie.

Beispiel eines "Captcha-Memes" aus einer Reddit-Gruppe zu den teilweise kuriosen "Ich bin kein Roboter"-Tests.
Beispiel eines “Captcha-Memes” aus einer Reddit-Gruppe
Quelle: https://www.reddit.com/r/captcha/comments/hh5uzr/overthinking_these/

Diese bekannten Suchbilder sind eine gängige Verifizierungssicherheit des Google Algorithmus, die den ein oder anderen Nutzer schon an den Rand der Verzweiflung getrieben hat, wenn eine Fragestellung mal nicht eindeutig erklärt wird, oder ein gesuchtes Objekt mit ein paar wenigen Pixeln in eine zweite Kachel übergeht. Darüber hinaus hat sich auf bekannten Internet-Spaßplattformen wie Reddit bereits eine große Usergemeinschaft zusammengefunden, die sich regelmäßig über die Eigenheiten des Google Algorithmus und der eingesetzten Captchas amüsieren.

Wie digitale Schattenarbeit bei Google genau funktioniert, in welchen Bereichen Sie ebenfalls unbemerkt Schattenarbeit leisten und warum ein scheinbar fehlerhafter Test nicht (zwangsläufig) bedeutet, dass Sie ein Roboter sind, können Sie hier in Tobias Looschelders‘ Gastbeitrag nachlesen.

Edited: 11.03.2021